Aus dem Leben – Esse doch mal was Vernünftiges

Wenn man zum Essen einlädt bzw. eingeladen wird, gibt es, insofern die Gästeanzahl überschaubar und entsprechend die Nahrungsmittel kalkuliert werden müssen, eine sehr simple und gut gemeinte Frage:

„Gibt es denn etwas was du/ihr nicht esst?“

Als Antwort auf diese Frage wird generell mit großer Toleranz Alles akzeptiert was einem so in den Sinn kommen könnte.

Manche mögen keine Tomaten, andere Blumenkohl, ich kenne sogar Menschen die keine Nudeln mögen. Verrückte Sachen gibt es.

Nichts davon wird mit großem Erstaunen behandelt, das Meiste nicht mal eines Kommentares gewürdigt. Nun, bei meiner Antwort sieht es da etwas anders aus.

„Nur kein Fleisch, ansonsten esse ich Alles.“

Man muss sagen, jeder hat schon mal von diesen missionierten Vegetariern oder Veganern gehört. Jene Menschen die einen andauernd mit ihren Essgewohnheiten behelligen und alle verteufeln die nicht ihrer Meinung sind.

Solche Menschen kenne ich nicht.

Aber ich stelle euch gerne die andere Seite der Medaille vor:

Die missionierten Fleischfresser.

Ich will keine Streitgespräche über meine Ernährung führen, würde man mir oben erwähnte Fragen nicht stellen würde ich es nicht mal erwähnen. Weil, und jetzt haltet euch fest,

ES MIR SCHEIß EGAL IST WER WAS ISST!!!

Ich sage auch bewusst das ich kein Vegetarier bin, ich ernähre mich nur vegetarisch. Einfach weil ich es kann und weil ich es will.

In meiner Schwangerschaft erreichten die „gut gemeinten“ Ratschläge ihren Höhepunkt. Hat man mich bis dato doch nur ewig darauf hingewiesen warum man nicht auf Fleisch verzichten möchte bzw. nicht kann (und ich wiederhole gerne nie danach gefragt zu haben), so wurden die Kommentare mit der positiv getesteten Besetzung meines Uterus etwas spitzfindiger.

„Jetzt musst du aber mal vernünftig essen, schließlich geht es ja jetzt nicht mehr nur um dich!“

Was genau soll mir dieser Satz sagen?

Das ich meinen Körper bis jetzt mit Absicht mies behandelt habe weil es mir egal ist? Leben denn Menschen wirklich in der Annahme ich ernähre mich aus purer Sturheit auf diese Weise und nicht etwa weil ich mich damit wohler und fitter fühle?

„Was machst du denn gegen deinen Eisen- und B12-Mangel?“

Welcher verdammte Mangel? Ich bekomme die gleichen Präparate in der Schwangerschaft wie jede andere Frau auch. Kein einziger Bluttest hat je einen Mangel angezeigt und stellt euch vor, bis jetzt habe ich auch überlebt.

„Du wirst schon sehen was du davon hast!“

Ja, ich sehe was ich davon habe:

Nämlich ein kerngesundes und zufriedenes Kind!

Ich schäme mich furchtbar.

Nur weil irgendwo Wurst drin ist kann mein sein Essen noch lange nicht als ausgewogen deklarieren, geschweige denn als was „Vernünftiges“.

Und nun entschuldigt mich, ich geh mir jetzt einen Salat machen.

 

Bleibt einfach,

Lili

 

 

 

 

 

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4 Gedanken zu “Aus dem Leben – Esse doch mal was Vernünftiges

  1. schmunzel, hexchen wie sie leibt und lebt
    tja und was für dich das gedreide ist für mich das fleisch, wir ergänzen uns gut
    mal abgesehen vom salat streiten wir uns um nüx
    lg (ich vermisse dich)
    fio

    • Dann können wir ja immer gemischte Platten bestellen und jeder hat was davon. 😀
      Wenn unsere Würmer mal größer sind müssen wir großes Treffen veranstalten. 🙂

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