Rezept Nr. 3 : Linseneintopf für kalte Tage

Januar
Es ist kalt, man will drin bleiben…
Alles doof!
Naja, wenn man sowieso nicht vor hat rauszugehen, warum nicht einfach einen Nutzen daraus ziehen?
Was hilft gegen Kälte und Langeweile?
Richtig!
Eintopf!!!
Heute zeige ich euch mein Lieblingsrezept für Linseneintopf. 🙂
Es braucht zwar Einiges an Vorbereitung und Schnibbeln, aber es ist einfacher als man denkt.

Munchkin’s Linseneintopf für kalte Tage

Zeitaufwand: ca. 2 Stunden
Zutaten für: ca. 4 Personen
Schwierigkeitsgrad: Einfach

Zutaten

1 Packung Suppengemüse* (gibt’s fertig im Supermarkt)
1 Packung Räucherspeck
etwa 5 große Kartoffeln (wer mehr mag, nimmt mehr)
250-300 g Tellerlinsen (die schnell kochenden)
6 Westfäler Würstchen (meine Empfehlung)
1 mittelgroße Zwiebel
1-2 Liter Wasser
n.B. Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer

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*Die Packung Suppengemüse sollte ein Stück Knollensellerie, ein Bund Petersilie, ca. 2-3 Möhren und ein Stück Lauch/Porree enthalten.

Als erstes wird sämtliches Gemüse geputzt und anschließend in beliebig kleine Stücke geschnitten.
Die Möhren, Kartoffeln und den Sellerie zum Beispiel in kleine Würfel, den Lauch in Ringe.
Die Zwiebel schneide ich gerne in etwas grobere Stücke, und nehme die einzelnen Schichten dann auseinander. So gibt sie einen lecker süßlichen Geschmack in den Eintopf ab.
Die Petersilie kann schon klein gehackt werden, wird aber erst zum Schluss hinein gegeben.
Nun da alles vorbereitet ist, wird ein großer Topf auf den Herd gestellt und erhitzt.

TIPP: Bei dem nächsten Schritt kein Öl verwenden!

Den Räucherspeck halbieren (so kann man ihn nachher leichter rausfischen) und in den heißen Topf legen.
Von beiden Seiten gut scharf anbraten.
Keine Sorge, wenn es zu diesem Zeitpunkt so aussieht, als würdet ihr den Topf nie wieder sauber bekommen – das werdet ihr. 😉
Da der Räucherspeck viel Fett enthält, ist es überhaupt nicht nötig Öl dazu zu geben.
Es tritt genug beim anbraten aus und das brauchen wir für den Geschmack.
Sobald der Speck schön kross ist, dass geschnittene Gemüse vorsichtig in den Topf hinein geben.
Gut umrühren und kurz andünsten.
Jetzt kommen 1500 ml Wasser hinzu oder soviel, bis alles gut bedeckt ist.
Als nächstes die Linsen zu dem ganzen geben und nochmals gut vermengen.
Deckel drauf und auf relativ schwacher Hitze 30-45 Minuten kochen lassen.
Die Kochzeit wird dadurch bestimmt, wie lange eure Linsen brauchen.

Jetzt habt ihr Zeit entweder aufzuräumen, ein kleines Nickerchen zu machen (stellt euch aber einen Wecker ;)) oder aber eines von Lili’s Handarbeitsprojekten zu starten!
Wer würde sich nicht über einen selbst gestrickten Loop-Schal zu Weihnachten freuen?
Sobald der Wecker rappelt geht es zurück ans Kochen!

Nun sollten die Linsen zur Oberfläche gedrungen und weich gekocht sein.
Falls sie zu viel Wasser aufgesogen haben, kann gerne noch Welches dazu gegeben werden.
Ich brauche meist so 200 ml.
Den Speck kann man jetzt rausnehmen.
Der Eintopf kann nun mit Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer verfeinert werden.
Fangt aber lieber mit wenig an, denn durch das Fleisch und Gemüse hat das ganze schon reichlich an Geschmack gewonnen.
Vergesst nicht die Würstchen klein zu schneiden und in den Topf zu geben.
Die Petersilie kann nun auch dazu.
Lasst alles nochmal für ungefähr 15-20 Minuten auf schwacher Hitze kochen.

Uuuuuuuuuuund ~ Fertig! 🙂

TIPP: Am nächsten Tag ist alles schön durchgezogen und schmeckt noch besser! (Bei Belieben nochmal etwas Wasser dazugeben)

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Bleibt lecker,
eure Munchkin

Das andere Ich

Es gibt die Theorie, das es neben unserer Realität, so wie wir sie kennen, noch viele weitere Varianten eben Dieser gibt.
Manchmal ist dort vielleicht nur eine Kleinigkeit anders.
Eventuell ist der Himmel grün statt blau, Hunde miauen oder Männer bekommen die Kinder.
Rein theoretisch ist Alles möglich, also auch eine Dimension in der es ein anderes Ich gibt.

In dieser Dimension habe ich mich an der ein oder anderen Weggabelung anders entschieden, bin nach rechts statt nach links gegangen, habe einen Umweg genommen statt die Abkürzung.

Da, so stelle ich mir vor, trennten sich die Wege von mir und meinem anderen Ich das erste Mal schon im Kindergartenalter.

Das andere Ich war schon immer ein geselliges kleines Mädchen, aufgeschlossen gegenüber ihren Mitmenschen und immer zum spielen zu haben.
In dieser Zeit mochte ich es schon eher ruhig.
Zwar spielte ich auch mit anderen Kindern, doch war ich auch nicht böse wenn ich alleine war.
Vieles war mir zu laut, zu viel, dem anderen Ich konnte es gar nicht Trubel genug sein.

Von diesem Charakterzug, ob extrovertiert oder introvertiert, hing Vieles im Laufe der nächsten Jahre ab.

Vielleicht ging sie genauso zum Klavierunterricht wie ich es tat, doch tauschte nach 3 Jahren nicht die Klaviatur gegen das Karatetraining.
Während ich Kampftechniken lernte, verfeinerte sie ihre Spielweise.
Während ich an Turnieren teilnahm, gab sie auf kleinen Konzerten ihr Können zum Besten.

Eventuell fiel ihr mit 13 Jahren das gleiche Buch in die Hände wie mir, ein Lehrbuch der Chirurgie. Doch sie machte aus der Faszination ein Lebensziel und setzte Alles daran Dieses zu erreichen, während ich ziellos von einer Jobidee zur Nächsten sprang.

Sie wusste das für das Medizinstudium ein guter Abschluss notwendig war.
So lernte sie und setzte Alles daran das bestmögliche aus dem Abitur herauszuholen.
Während ich mit dem zufrieden war was mir in den Schoß fiel und mit 2.0 den Abschluss machte, schaffte sie einen guten Einser-Schnitt und ergatterte sich das ersehnte Medizinstudium.

Mich verschlug es über einen kurzen Umweg über die Bundeswehr in die Gastronomie, während mein anderes ich fleißig an ihrem Doktortitel arbeitet.

Schon mit 19 fand ich den Mann mit dem ich die nächsten Jahre meines Lebens teilen würde.
Wir entwickelten uns gemeinsam weiter, gründeten eine Familie und kauften ein Haus.

Auch mein anderes Ich verschlug es in die ein oder andere Beziehung, doch auch Abenteuer war sie im Gegensatz zu mir nicht abgeneigt.

Sie reist gerne, lernt viele Leute kennen und konzentriert sich ansonsten auf ihre Karriere.

Wir sind so unterschiedlich wie man es sich nur vorstellen kann und doch glücklich mit unseren Entscheidungen, ohne Reue wie wir unseren Weg gegangen sind, mit Allen Höhen und Tiefen die es zu überwinden galt.

Doch Eines fällt mir ein haben wir noch gemeinsam: Wir schreiben beide einen Blog!

Ihr Artikel heute heißt „Das andere Ich“.

In diesem Artikel stellt sie sich mein Leben vor, wahrscheinlich Alles etwas bunter und fröhlicher als es ist, genauso wie ich mir Ihres.
Sie malt sich meinen Ehemann aus, die kleine Tochter die sie in den Armen hält und der sie versucht eine gute Mutter zu sein.

Trotz des Glücks das wir Beide auf unserem Lebensweg empfinden, stellt sich uns am Ende doch die gleiche Frage…

Wie wäre es wohl, Sie zu sein?

Kapuzenmütze für Babys und Kleinkinder

Letzte Woche sind wir das Problem der kalten Fingerchen angegangen.
Unsere Kleinsten sind aber auch sehr versiert darin sich gegen sämtliche Kopfbedeckungen zu wehren.
Dann wird der Kopf so lange hin und her geworfen bis Alles bedeckt ist außer die Ohren.
Doch auch dafür gibt es eine einfache Lösung, also ran an die Nadeln und los geht es!

Material

Passend zu den Handschuhen habe ich mich für das gleiche Merino70-Garn entschieden, ebenfalls in der Farbe pink.

Solltet ihr Handschuhe und diese Mütze arbeiten, könnt ihr den Rest des einen Knäuels verwenden und noch ein Zweites.
Nur die Mütze braucht also ungefähr 1,5 Knäuel der Merino70.

Generell könnt ihr das komplette Stück mit einem Nadelspiel 5.5mm stricken, der Einfachheit halber habe ich zwischendurch auf eine Rundstricknadel gewechselt.
Es bleibt hier wieder euch überlassen was euch lieber ist.

Zum Schluss braucht ihr ein paar Reihenmarkierer, hier insgesamt drei Stück, und natürlich eine Stopfnadel zum Vernähen der losen Fäden.

1. 2 Knäuel Merino70 von LangYarns (Farbe nach Wahl)
2. Ein Nadelspiel 5.5mm (Wahlweise auch noch eine Rundstricknadel der gleichen Größe)
3. Insgesamt 3 Maschenmarkierer
4. Eine Stopfnadel

Anleitung

Wie immer werden keine Grundtechniken erklärt.
Dafür empfehle ich euch den YouTube-Kanal von eliZZZa.
Als Grundlage habe ich den Kopfumfang meines Äffchens gemessen.
Sie ist nun 7 Monate alt und ich habe insgesamt 60 Maschen auf meinem Nadelspiel angeschlagen.
Die Mütze sitzt so schön eng, aber schnürt auch nicht ab.
Sollte euer Baby bzw. Kleinkind älter oder jünger sein müsst ihr das Ganze entsprechend anpassen.
Achtet darauf das eure Maschenanzahl durch 4 teilbar ist, da sonst das Bündchen nicht gleichmäßig schließt.
Bei anderem Material müsst ihr natürlich genauso umrechnen.

Runde 1 – 10
Bündchen 2/2 (abwechseln 2 rechte und 2 linke Maschen

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Ab Reihe 11 wird nun nicht mehr in Runden, sondern in Reihen hin und zurück gestrickt.
Hier könnt ihr auf die Rundstricknadeln wechseln oder einfach mit eurem Nadelspiel weiter arbeiten.
Zusätzlich verteilt ihr die Maschenmarkierer.

Reihe 11
Strickt die ersten 3 Maschen rechts und schiebt einen Maschenmarkierer auf die Nadel.
Zählt die noch vorhandenen Maschen und zieht 3 für den Rand ab, von dem Ergebnis strickt ihr nun die Hälfte im gewünschten Muster ab.
In meinem Fall habe ich mich für das Perlmuster entschieden und musste insgesamt 26 Maschen bis zur Mitte stricken.
Dort angekommen schiebt ihr einen Maschenmarkierer auf die Nadel.
Durch das Perlmuster und die gerade Maschenanzahl hatte ich mit dem Rand ein Problem, da ich auf der einen Seite 4 rechte Maschen als Rand hatte.
Aus diesem Grund habe ich die 27.Masche auch noch einmal rechts gestrickt und bin weiter im Perlmuster verfahren.
Wenn ihr zum Beispiel glatt rechts strickt erübrigt sich das natürlich.
Strickt nun bis noch 3 Maschen übrig sind, schiebt einen Maschenmarkierer auf die Nadel und strickt die letzten 3 Maschen rechts ab.

Reihe 12-40
Wendet die Arbeit und strickt wieder 3 Maschen rechts, strickt weiter im Perlmuster (oder welches Muster ihr auch gewählt habt) und wieder die letzten 3 Maschen rechts.

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Reihe 41/43/45/47/49
Wie Reihe 12-40, strickt jedoch rechts und links von der Mitte aus gesehen immer Masche 2 und 3 zusammen.
In Reihe 41 wären das die Maschen 24 und 25 sowie die Maschen 28 und 29.

Durch die Maschenabnahmen erhalten wir die nötige Rundung am Hinterkopf. Es bleibt euch überlassen ob ihr das einfach weglassen möchtest, allerdings läuft die Mütze dann am Hinterkopf spitz zu.

Reihe 42/44/46/48
Wie die Reihen 12-40 im Muster, in diesen Reihen nehmt ihr keine Maschen ab.

Reihe 50
Kettet alle Maschen ab.

Abschluss
Näht nun die Mütze oben zusammen und vernäht alle losen Fäden.
Fertig ist die Kapuzenmütze.

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Diese Anleitung ist exakt für die eine Größe, bei einem größeren Kopfumfang ist es notwendig mehr Reihen zu stricken.

Wie immer gilt, solltet ihr beim Umrechnen oder anpassen der Anleitung auf Probleme stoßen, schreibt mir in den Kommentaren oder per E-Mail.
Ich helfe euch gerne weiter. 🙂

Ihr habt euer Projekt fertig?

Schickt mir ein Link zu eurem eigenen Blogeintrag, eine E-Mail mit eurem Bild oder postet es auf Instagram mit dem Hashtag #echsin.

Bleibt einfach,
Lili

Rezept Nr.2 : Einhorn-Fladen (oder auch super weiche Pudding-Cookies mit Streuseln)

Ich denke wir sind Alle damit einverstanden wenn ich sage, dass bunte Streusel Alles besser machen.
Am besten sind sie dazu noch in Regenbogenfarben.
Nicht nur Kuchen oder Cupcakes lassen sich hiermit ganz schnell aufpeppen – Cookies ebenfalls! Und ich rede hier nicht etwa von Oma’s Weihnachtsplätzchen.
Nein!
Ich rede von diesen butterweichen, im Mund zart schmelzenden Cookies.
Ohja! 😉
Was? Was höre ich da? Du möchtest auf der Stelle welche haben?
Na, dann bist du hier genau richtig!
Denn heute lüfte ich das Geheimnis, wie dir die BESTEN „Halfbaked-Cookies“ aller Zeiten gelingen.
Mit Streuseln!!!

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Super weiche Pudding-Cookies mit Streuseln (oder auch Einhorn-Fladen)

Zeitaufwand: ca. 45 Minuten,
Zutaten für ca. 24 Cookies (je nachdem wie groß)
Schwierigkeitsgrad: Einfach

170 g weiche Butter
225 g Zucker
1 Ei (plus 1 Eigelb)
1 TL Vanilleextrakt
1 TL Backpulver
½ TL Salz
100 g Vanillepuddingmix (pssst.. die geheime Zutat)
220 g Mehl
115 g Streusel (oder soviel bis du zufrieden bist)

Als erstes wird der Ofen vorgeheizt: 190 Grad, Umluft.
Dann kommen entweder in einen Standmixer oder eine große Schüssel die Butter und der Zucker hinein.
Hier unbedingt darauf achten, dass die Butter weich ist.
Solange miteinander verrühren, bis sich eine helle, cremige Masse gebildet hat.
Danach das Salz, Backpulver, Vanilleextrakt und das Ei (plus 1 Eigelb) dazugeben, bis alles gut miteinander vermischt ist.
Wenn nötig, gelegentlich den Teig mit einer Silikon-Spachtel von den Seiten der Schüssel runter schaben.
Als nächstes kommt der Vanillepuddingmix hinzu.
Alles nochmal gut vermengen, bis kein Pulver mehr zu sehen ist.
Sobald dies der Fall ist, dass Mehl dazugeben, nochmals leicht verrühren und anschließend die Streusel als letzte Zutat hinzu hinzugeben.
Alles gut vermengen bis sich eine cremige Teigmasse geformt hat.
Nun mit zwei Esslöffeln bewaffnet etwas Teig aus der Schüssel nehmen und Kugeln mit etwa 5 cm Abstand (da der Teig gut auseinander fließt beim backen) auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben.
Das ganze kommt dann für ca. 8-10 Minuten in den Ofen.
Bitte dabei bleiben, weil jeder Ofen unterschiedlich schnell backt!
Es ist völlig normal, dass die Cookies nach dieser Zeit im Ofen noch ziemlich unfertig aussehen. Genauso wollen wir sie!!!

TIPP: 1-3 Test-Cookies vorab backen, um zu testen, wie lange der Rest rein muss!

Die Cookies unbedingt ein wenig abkühlen lassen, so ungefähr 3 Minuten, bevor man sie anschließend vom Blech nimmt.

TIPP: Warm schmecken sie am allerbesten!

Ich wünsche euch guten Appetit!

Bleibt lecker,
eure Munchkin

Von Entscheidungen

Ich glaube fast jeder kennt dieses Gefühl der Stagnation.
Es gibt Momente in denen man nicht umher kommt zu denken, dass irgendwie aus irgendeinem Grund einfach Alles falsch läuft.
Das Leben müsste anders sein, zumindest nicht so, und man fragt sich wo genau man denn jetzt eigentlich die falsche Abzweigung genommen hat.
Doch im Endeffekt war es nicht diese eine Ausfahrt die zu Allem geführt hat.
Es waren hunderte von kleinen und großen Entscheidungen, welche uns genau an diesen Punkt gebracht haben.

All zu oft schieben wir bei der Begründung unserer Entschlüsse Andere nur zu gerne vor.

„Eigentlich möchte ich ja abnehmen, aber meine Mutter/Oma/der fremde Koch im Restaurant hat sich so viel Mühe beim Koch/Backen gemacht. Da musste ich auch zuschlagen, sonst wäre sie/er bestimmt beleidigt gewesen.“

„Eigentlich bin ich unglücklich in meinem Beruf, doch meine Freunde/Familie/der Nachbarshund haben mir davon abgeraten einen sicheren Job in diesen Krisenzeiten aufzugeben.“

„Eigentlich wollte ich mehr Sport machen, doch mein Partner/die Katze/das Meerschweinchen kuschelt Abends immer so gerne mit mir auf der Couch. Das kann ich ihm/ihr doch nicht abschlagen.“

Ich könnte noch ewig so weiter machen, aber ich gehe davon aus ihr habt das Prinzip verstanden.

Natürlich gibt es immer Gründe für unsere Entscheidungen und ja, manchmal spielt unser Umfeld eine immense Rolle.
Es ist nicht unbedingt ratsam allein über das Ziel des Familienurlaubs zu entscheiden, doch um solche Angelegenheiten geht es nicht.

Was ich meine sind unsere persönlichen Belangen.

Wenn ich ein Ziel habe, etwas was ich unbedingt erreichen möchte, dann sollte man doch meinen das ich auch alles dafür in meiner Macht stehende tue.
Doch stattdessen verhalten wir uns immer wieder entgegen besseren Wissens.

Ein Stück Sahnetorte statt des Joghurts mit Früchten, wieder brav zur Arbeit gehen statt endlich den Arsch hoch zu bekommen und sich was Neues zu suchen, wieder einen Abend vor dem Fernseher statt einer halben Stunde Training.

Es sind die Entscheidungen jedes einzelnen Tages welche unser Leben bestimmen.

Die große eine „Rechts-oder-Links“-Frage gibt es schlicht und ergreifend nicht, niemand hat nur eine einzige Entscheidung zu treffen.

Jeden Tag aufs Neue entscheiden wir uns selbst entweder für oder eben gegen uns, unsere Prinzipien und Ziele.

Im Endeffekt ist es doch so furchtbar simpel.

Bei jeder metaphorischen Kreuzung an der wir stehen sollten wir uns nur eine wichtige Frage stellen:

In welcher Richtung liegt mein Ziel?

Und wenn man sich dann immer noch für das gegenteilige Verhalten entscheidet, wenn man sich selbst nicht wichtig genug ist die passende Entscheidung zu treffen, ist es schlicht und ergreifend die eigene Schuld.

Nicht die der Mutter, der Oma, des Partners, der Kinder, der Freunde, des Nachbarshundes oder des Meerschweinchens.

In diesem Sinne…

Bleibt einfach,
Lili

Einfache Babyhandschuhe

Mit kleinen Menschen ist es in der kalten Jahreszeit etwas komplizierter.
Im Kinderwagen bzw. Buggy bewegen sie sich nicht viel und müssen dementsprechend warm eingepackt werden.
Gerade bei den ganz Kleinen sind die Fingerchen aber noch zu klein für Handschuhe und nicht alle Sachen haben kleine Überzieher an den Ärmeln.
Exakt vor diesem Problem, als großer Fan von Spaziergängen auch im Winter, stand ich mit meinem kleinen Äffchen.
Also musste eine Lösung her.

Das Material

Ich entschied mich im örtlichen Fachhandel für ein Merinogarn von LangYarns, passend für ein Mädchen in der Farbe pink.

Für die Handschuhe reicht ein Knäuel schon locker aus.

Es wird gehäkelt und gestrickt, ihr braucht also sowohl eine Häkelnadel zwischen 5,5mm bis 7mm und ein passendes Nadelspiel für das Bündchen.
In meinem Fall verwendete ich meine Häkelnadel Nr. 6 und ein Nadelspiel in der Stärke 5,5.

Als Hilfsmittel braucht ihr zum Vernähen der Fäden eine passende Stopfnadel.

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1. 1 Knäuel Merino70 von LangYarns (Farbe nach Wahl)
2. Eine Häkelnadel zwischen 5,5mm und 7mm
3. Ein Nadelspiel zwischen 5,5mm und 7mm
4. Eine Stopfnadel

Die Anleitung

Es werden wie immer keine Grundtechniken erklärt. Für Hilfe empfehle ich euch den YouTube-Kanal von eliZZZa.

Die Größe ist zu Beginn der Arbeit relativ leicht anzupassen.

Ihr häkelt am Anfang 4 Luftmaschen und eine Wendeluftmasche.
Nun häkelt ihr in die ersten drei Maschen eine feste Masche, in die Vierte häkelt ihr insgesamt 3 feste Maschen, um so eine Rundung zu bekommen.
Auf der anderen Seite angekommen häkelt ihr wieder bis zum Ende der Reihe in jede Masche eine feste Masche, an der Ecke kommen wieder 3 feste Maschen in eine Masche.
So fahrt ihr in Spiralrunden fort bis ihr, für das zu bekleidende Baby, den passenden Umfang erreicht habt.

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Seit ihr bei der entsprechenden Größe angekommen, werden die Zunahmen einfach weggelassen und ihr häkelt in Spiralrunden immer munter weiter.
Ich habe, zum in die Höhe häkeln, von festen Maschen zu halben Stäbchen gewechselt. Das bleibt allerdings jedem selbst überlassen.
Wenn ihr wollt fahrt einfach mit festen Maschen fort oder arbeitet ein Muster ein, hier ist wieder eure Fantasie gefragt.

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Am Ende sollte euer Handschuh ungefähr 8cm in der Länge messen.

Ab diesem Punkt wechselt ihr von der Häkel- zu den Stricknadeln.
Führt die erste Nadel des Nadelspiels durch die Masche und nehmt nun nach und nach in der Runde alle Maschen auf 3 oder 4 Nadeln verteilt auf.

Je nachdem welche Anzahl an Maschen ihr habt, strickt ihr nun das Bündchen mit 1/1 oder mit 2/2, immer abwechselnd mit rechten und linken Maschen.
Bei einer Zahl die durch 4 teilbar ist geht ein 2/2 Bündchen, für alle Anderen ein 1/1.
Eine gerade Anzahl an Maschen ist allerdings notwendig, in der letzten Häkelrunde könnt ihr die Maschenanzahl ja gegebenenfalls noch euren Wünschen mit Zu- oder Abnahmen anpassen.

Mit insgesamt 24 Maschen habe ich nun 4 Runden im 2/2 Bündchen gearbeitet, danach alle Maschen abgekettet und die losen Fäden vernäht.

Nun sind gerade kleine Kinder, manche auch durchaus bis ins Erwachsenenleben hinein, sehr Verlustfreudig.
Ich kenne aus Kindertagen, aus eben diesem Grund, noch die gute alte Kordel, welche durch die Jacke gezogen wurde und die Handschuhe miteinander verband.
So kann nicht einfach eines der guten Stücke davon segeln ohne das man es bemerkt.
Eine einfach Luftmaschenkette löst dieses Problem im Nu und man kann unbesorgt sein. 🙂
Achtet aber darauf die Kette auch lang genug zu häkeln, sonst spannt es den Kleinen am Ende und sie können sich noch weniger bewegen als in ihren Michellin-Outfits eh schon. 😀

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Nun ist die Sorge um kalte Kinderhände also passé. 😉

Nächster Punkt:
Wie verhindere ich das mein Kind sich ständig mit den Ohren aus der Mütze heraus dreht?

Mehr dazu dann nächste Woche Montag!

Wie immer freue ich mich über Bilder eurer Projekte entweder per E-Mail oder über Instagram mit dem Hashtag #echsin.

Bleibt einfach,
Lili

Rezept Nr. 1 : Hackfleisch-Pfanne mit allerlei Gemüse

Besonders in dieser Jahreszeit wünscht man sich, nach einem anstrengenden Tag, Nichts sehnlicher als eine große Schale gefüllt mit warmer, dampfender, köstlich duftender…
Hmmm…
Ja…
Was eigentlich?
Im besten Falle sollte es auch noch schnell gehen, besonders wenn man ein hungriges Rudel im Nacken sitzen hat.
Aber wollte man nicht abnehmen oder sich zumindest gesünder ernähren?
Und die Kinder essen auch viel zu wenig Gemüse.
Tja, da komm ich ins Spiel!
Diesen Freitag stelle ich euch eines meiner Lieblingsrezepte vor. Für alle Rudelbändiger, sich selbst auf Diät gesetzten und Denen, den es nicht schnell genug gehen kann!

Hackfleisch-Pfanne mit allerlei Gemüse

Zeitaufwand : ca. 25 Minuten,
Zutaten : für ca. 2 Personen
Schwierigkeitsgrad : Normal

Zutaten

500 g Hackfleisch (gemischt)
1 Dose Pizzatomaten
1 Zucchini
2 kleine Tomaten
1 Aubergine
150 g Frischkäse (wer mag auch mit Kräutern)
1 Mozzarella
3-4 Frühlingszwiebeln (einzelne Stangen)
3 Zehen Knoblauch
2 EL Olivenöl
n.B. Salz, Pfeffer und frischer Basilikum

Zubereitung

Die ganz Gewieften schnippeln das Gemüse am Tag zuvor, so geht es noch schneller ans Kochen. 😉
Aber Vorsicht!
Wer vorbereiten möchte, sollte die Zucchini- und die Auberginenscheiben bzw -würfel in Wasser einlegen, so werden Diese nicht braun.

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Als Erstes werden die Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten und der Knoblauch je nach belieben frisch in die heiße Pfanne gepresst oder in feine Stücke gehackt.

TIPP: Gepresst entfaltet sich das Aroma besser!

Nun wird das Olivenöl in einer großen und tiefen Pfanne erhitzt, worin die Frühlingszwiebeln und der Knoblauch kurz angeschwitzt werden.

Danach das Hackfleisch dazu geben und krümelig braten. Währenddessen wird das Gemüse in Würfel (wer es für die Kinder unscheinbarer machen will) oder Halbmond Scheiben geschnitten. Dies empfehle ich besonders bei der Zucchini und der Aubergine, da sie beim kochen die Sauce aufsaugen und super saftig werden. Den Mozzarella in Scheiben schneiden.
Ist das Fleisch soweit durch, kommen die Gemüsewürfel bzw. -scheiben hinzu und werden kurz mit gebraten.
Nun die Dose Pizzatomaten in die Pfanne geben und alles heiß werden lassen.
Jetzt kann der Frischkäse dazu und geschmolzen werden. Dazu am besten eine Mulde in der Mitte der Zutaten formen oder ihn in kleinen Portionen nach und nach dazugeben.
Alles gut umrühren und mit Gewürzen und Kräutern abschmecken. Zuletzt werden die Mozzarella Scheiben auf das Gemüse in der Pfanne gelegt (oder einfach in einer Kreisform), 5 Minuten einen Deckel auf das Ganze und fertig ist das Low-Carb Abendmahl! 🙂

TIPP: Besonders gut schmeckt Reis dazu!

VEGGIE TIPP: Einfach das Hackfleisch weglassen, oder durch Soja Geschnetzeltes                                         ersetzen!

Lasst es euch schmecken!

Bleibt lecker,
eure Munchkin