Bye Januar – Hallo Februar

Der Januar ist schnell vorbei gezogen.
Vieles ist geschafft, vor Allem der Blog entwickelt sich prima.
Wir dürfen 9 neue Follower in unserem Kreis begrüßen und auch die liebe Munchkin hat sich gut integriert.
Bis jetzt hat sie noch Keiner verklagt. 😀

Mit meinen sportlichen Ambitionen komme ich irgendwie weniger Voran.
Doch immerhin habe ich mein Problem dabei registriert: Ich will einfach zu Viel auf einmal!

Es gilt also ab jetzt das Motto „Besser Wenig als Nichts tun“.

Als Erstes stelle ich das Laufen wieder in den Vordergrund.
Darauf habe ich am meisten Lust und so bekomme ich auch den Kopf ein bisschen frei.
Nach nun 8 Monaten im Dauer-Mama-Modus bin ich psychisch etwas angekratzt.

Dann wäre da noch die Aufgabe jeden Tag 5 Dinge in meinem Tagebuch zu notieren für die ich Dankbar bin.
Ich habe es durchgezogen, aber schon nach 10 Tagen hat es gewaltig angefangen zu nerven,
Doch es hat seinen Zweck erfüllt, ich habe regelmäßig Tagebuch geführt und mir auch die kleinen Dinge vor Augen geführt die ich so als selbstverständlich wahrnehme.

Kommen wir also zum Februar.

Ich werde eine Woche mit meinem kleinen Äffchen in die Heimat fahren um die Großeltern zu besuchen.
Ansonsten noch ein paar kleine Aufgaben.

Sport

Wie schon erwähnt möchte ich das Laufen in den Vordergrund stellen.
Kein fester Plan, feste Pläne funktionieren nicht mehr.
Also möchte ich einfach so oft Laufen gehen wie es eben möglich ist.

Tagebuch

Die Dankbarkeit wird von den Erfolgen abgelöst.
Es soll gut für das Selbstbewusstsein sein ein Erfolgsjournal zu führen.
Also werde ich jeden Tag 5 Dinge aufschreiben auf die ich stolz bin bzw. was ich als Erfolg ansehe.

Ernährung

In letzter Zeit habe ich etwas ausgedörrt gelebt.
Dementsprechend muss ich unbedingt wieder mehr Wasser trinken, man merkt doch ziemlich schnell wie stark Einen zu wenig Flüssigkeit schwächt.
2l am Tag sollten also mindestens sein.

Was sind eure Ziele für den kürzesten Monat des Jahres?

Bleibt einfach,
Lili

Persönlichkeitsentwicklung : Aufschieberitis

Ich habe überlegt diesen Artikel mit in die Rubrik „Aus dem Leben“ zu schreiben, allerdings schien mir das nicht passend. Dabei geht es immer um eine etwas ironische Sicht auf die alltäglichen Situationen des Lebens, doch hier geht es nun genau darum wie im Endeffekt nun auch die neue Serie heißt: Persönlichkeitsentwicklung!

„Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.“ – Laotse

Um gleich mit dem Hammer auf den wunden Punkt zu hauen fangen wir mit einem Thema an das mit an Sicherheit angrenzende Wahrscheinlichkeit jeder von uns kennt – das Aufschieben!

Laut Definition bedeutet es soviel wie „auf später verlegen“. Das Verschieben wird auffällig anders definiert, nämlich „auf einen späteren Zeitpunkt festlegen“.

Das heißt also, verschieben wir etwas, zum Beispiel einen Termin, legen wir sofort einen neuen Termin dafür fest. Dem zu Grunde liegt meist ein „Notfall“ der dazwischen kommt, zum Beispiel weil das Auto nicht anspringt.

Schieben wir jedoch etwas auf, so ist der Zeitpunkt der Ausführung immer noch genauso ungewiss wie vorher, denn eigentlich haben wir gar nicht vor es wirklich zu tun. Zumindest nicht solange es nicht entgegen allen guten Willens sein muss.

Ich bin ein Paradebeispiel für die offiziell anerkannte Krankheit Aufschieberitis. Meistens bricht sie aus bei nötiger Steuererklärung, Kontrollterminen beim Zahnarzt oder dem Abschließen von Strickarbeiten insofern nähen erforderlich ist. Die Symptome sind Realitätsverzerrung und unkontrollierte Ausrufe wie „das kann ich auch später noch machen“ oder „so wichtig ist das ja nicht“, ein schlechtes Gewissen gibt es Abends noch dazu.

Und das ist nun das Fatale an der eigentlichen Geschichte, denn wirklich besser geht es uns danach nicht. Das schlechte Gefühl etwas wieder nicht gemacht zu haben zieht sich länger als die eigentliche Zeit die wir bräuchten um den Mist einfach mal in Angriff zu nehmen.

Zusätzlich sammeln sich solche Tätigkeiten ja auch gerne an. Um beim Stricken zu bleiben, weil sich viele der Leser damit sicher gut identifizieren können, nehmen wir mal unsere allseits geliebten Ufo’s (Unfinished Objekts oder auch Unfertige Objekte).

Eigentlich wollen wir die gearbeiteten Sachen ja auch mal tragen, benutzen oder verschenken, und doch ist es so verlockend einfach was Neues anzufangen. Also wird es zur Seite bzw. in eine Kiste gelegt, und immer wenn wir etwas Neues dazu tun, das genauso nicht fertig ist, schreien uns die Ufo’s höhnisch ins Gesicht.

Wir fühlen uns schlecht dabei, tun den Deckel drauf und fangen was Neues an. Haben wir ja bis jetzt immer so gemacht und bis die Kiste das nächste mal aufgeht dauert es ja bestimmt noch ne Weile.

Beliebt sind auch Sätze wie: „Das Projekt muss ich jetzt unbedingt noch machen, aber danach beende ich erstmal Alles andere.“ Oder um auch mal wieder den Alltag aufzugreifen: „Es ist ja erst September, für den Zahnarzt hab ich ja noch ein paar Monate Zeit. So dringend ist es ja nun wirklich nicht.“

Was soll ich sagen, Letzteres stimmt. Dringend ist es nicht, NOCH nicht! Aber spätestens im Dezember wird es knapp, ist doch aber auch viel besser sich darüber aufzuregen das man nie rechtzeitig Termine bekommt. 😉

Fazit: Wir tun Dinge nicht die wir tun sollten und fühlen uns am Ende total beschissen, was uns allerdings nicht davon abhält das gleiche Muster immer und immer zu wiederholen.

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ – Einstein

Demnach gibt es doch ein einfaches Rezept gegen die Aufschieberitis : Durchbrechen wir den Teufelskreis!

Da sich das Eichhörnchen mühsam ernährt fangen wir klein an, in meinem Falle bei meinen Ufos.

Momentan habe ich 4 unfertige Objekte:

  1. Einen Pullover für eine Freundin von We are Knitters, da fehlen nur noch zwei Nähte und eine Kordel zum Abschluss.
  2. Ein Top, ebenfalls von We are Knitters, bei dem ich die Seitennähte nochmal auftrennen muss um sie ordentlich zu vernähen.
  3. Eine Babydecke für ein befreundetes Pärchen, da habe ich gerade mal 6 Reihen bis jetzt.
  4. Eine Jägerweste für mich, inspiriert von der Filmreihe „Tribute von Panem“.

Genau in der Reihenfolge wie die Projekte aufgeführt sind werden die Stücke nun auch fertig gestellt. Als Beweis werde ich zu jedem Teil eine Projektvorstellung machen sobald es beendet ist. Es wird bis nicht zwischendurch dann doch an einer anderen Nummer gearbeitet, geschweige denn noch ein neues Projekt begonnen.

Sobald das geschafft ist werde ich auch immer nur ein Projekt auf einmal arbeiten. Es gibt nur eine Ausnahme, und zwar wenn kompliziertere Stücke auf den Nadeln hängen. Für Wartezimmer oder Ausflüge nehme ich mir immer gerne etwas mit was man total hirntot stricken oder häkeln kann, damit man unterwegs keine großen Anleitungen mitnehmen oder Reihen und Maschen zählen muss.

Mal schauen wie es danach mit meiner Aufschieberitis aussieht. 😉

Was habt ihr schon ewig auf eurer To-Do-Liste des Grauens? Ich lade euch herzlich ein mit mir den inneren Schweinehund zu bekämpfen!

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

Bleibt einfach,

Lili