Bye Januar – Hallo Februar

Der Januar ist schnell vorbei gezogen.
Vieles ist geschafft, vor Allem der Blog entwickelt sich prima.
Wir dürfen 9 neue Follower in unserem Kreis begrüßen und auch die liebe Munchkin hat sich gut integriert.
Bis jetzt hat sie noch Keiner verklagt. 😀

Mit meinen sportlichen Ambitionen komme ich irgendwie weniger Voran.
Doch immerhin habe ich mein Problem dabei registriert: Ich will einfach zu Viel auf einmal!

Es gilt also ab jetzt das Motto „Besser Wenig als Nichts tun“.

Als Erstes stelle ich das Laufen wieder in den Vordergrund.
Darauf habe ich am meisten Lust und so bekomme ich auch den Kopf ein bisschen frei.
Nach nun 8 Monaten im Dauer-Mama-Modus bin ich psychisch etwas angekratzt.

Dann wäre da noch die Aufgabe jeden Tag 5 Dinge in meinem Tagebuch zu notieren für die ich Dankbar bin.
Ich habe es durchgezogen, aber schon nach 10 Tagen hat es gewaltig angefangen zu nerven,
Doch es hat seinen Zweck erfüllt, ich habe regelmäßig Tagebuch geführt und mir auch die kleinen Dinge vor Augen geführt die ich so als selbstverständlich wahrnehme.

Kommen wir also zum Februar.

Ich werde eine Woche mit meinem kleinen Äffchen in die Heimat fahren um die Großeltern zu besuchen.
Ansonsten noch ein paar kleine Aufgaben.

Sport

Wie schon erwähnt möchte ich das Laufen in den Vordergrund stellen.
Kein fester Plan, feste Pläne funktionieren nicht mehr.
Also möchte ich einfach so oft Laufen gehen wie es eben möglich ist.

Tagebuch

Die Dankbarkeit wird von den Erfolgen abgelöst.
Es soll gut für das Selbstbewusstsein sein ein Erfolgsjournal zu führen.
Also werde ich jeden Tag 5 Dinge aufschreiben auf die ich stolz bin bzw. was ich als Erfolg ansehe.

Ernährung

In letzter Zeit habe ich etwas ausgedörrt gelebt.
Dementsprechend muss ich unbedingt wieder mehr Wasser trinken, man merkt doch ziemlich schnell wie stark Einen zu wenig Flüssigkeit schwächt.
2l am Tag sollten also mindestens sein.

Was sind eure Ziele für den kürzesten Monat des Jahres?

Bleibt einfach,
Lili

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7 Monate Mama

Wenn ich so darüber nachdenke kann ich es immer noch nicht richtig begreifen, doch unser kleines Äffchen ist seit gestern schon 7 Monate alt.

Es waren Monate voll mit Tränen, Geschrei, Lachen und Lernen.
Und wie sich das Baby erst aufgeführt hat…
Aber Alles der Reihe nach, es gibt so viel zu erzählen.

Die ersten Tage

Nach einem Kaiserschnitt sollte man vernünftigerweise ein paar Tage im Krankenhaus verbringen. Ist auch nicht wirklich so als hätte man eine andere Wahl, also Zähne zusammenbeißen und durch.
Meine Mutter hat drei spontane Geburten und einen Kaiserschnitt hinter sich gebracht und es danach ganz treffend formuliert:

Eine normale Geburt ist schlimm in der Zeit in der sie stattfindet, ein Kaiserschnitt ist es die Tage danach.

Am Tag der Operation ist es so ziemlich unmöglich sich halbwegs zu bewegen. Erst weil man durch die Betäubung im Rückenmark seine Beine eh nicht spürt, dann weil man seine Bauchmuskeln nicht mehr benutzen kann.
Falls ihr euch mal gefragt habt wie wichtig die Dinger sind, lasst euch mal den Bauch aufschneiden.

Zwar durfte ich am Abend nach viel Überzeugungsarbeit noch kurz aufstehen, doch nach einem kurzen Spaziergang ins Badezimmer und wieder zurück war ich ungefähr so ausgelaugt wie nach einem Marathonlauf.
Dementsprechend ist es auch unmöglich sich alleine um das kleine Wesen zu kümmern, Welches gerade erst das Licht der Welt erblickt hat und noch auf soviel Hilfe angewiesen ist.
Als wir ahnten das eine OP auf uns zu kommt wollte mein Mann die ersten zwei Nächte mit im Krankenhaus verbringen und dies war laut Homepage auch möglich.
Nach Zuzahlung gäbe es ein Familienzimmer.
In der Theorie ganz schön, in der Praxis konnte man es vergessen.
An diesem Wochenende hat Alles geworfen was auch nur in der Nähe eines Geburtstermins war. Die Station war randvoll, ein Familienzimmer ausgeschlossen und ich ab 22Uhr alleine mit einem Baby.
An diesem Punkt möchte ich lobend das Schwesternteam des Krankenhauses erwähnen.
Sie waren bei einem Klingeln fast augenblicklich zur Stelle und kamen auch ohne Aufforderung regelmäßig nach mir und der Kleinen schauen.
Nicht einmal hat man mir Nahe gelegt das Baby einfach mit ins Schwesternzimmer zu geben, obwohl das für Alle Beteiligten eindeutig leichter gewesen wäre.
Mit Engelsgeduld haben Sie die Kleine die erste Nacht gewickelt und mir sofort zurückgebracht, mich beim Stillen nach allen Kräften unterstützt und nicht einmal haben die Schwestern mir das Gefühl gegeben zu nerven.
So ging es noch fast den ganzen Samstag, zumindest bis der Katheter gezogen wurde und ich einigermaßen von A nach B kam, ab Sonntag konnte ich das Äffchen schon komplett alleine versorgen.
Zwar unter Schmerzen, aber unter keinen Umständen hätte ich mir das wegnehmen lassen.
Ab dem Zeitpunkt wo ich wieder mobil war wurde das „Kinderzimmer“ (Raum zum Stillen und Wickeln der Station) mein bester Freund.
Nicht nur weil einem irgendwann die Decke auf den Kopf fällt, sondern auch weil bei meiner Bettnachbarin gefühlt 1000 Leute jeden Tag zu Besuch kamen.
Sobald die Kleine schlief (sie schlief wahnsinnig viel und war von Anfang an ein sehr entspanntes Baby) und ich auch hätte schlafen können und vor Allem dringend sollen, passierte eines von folgenden 4 Dingen:

1. Eine Schwester kam rein um meine Vitalwerte zu überprüfen.
2.  Eine Gruppe von Besuchern kam meine Zimmernachbarin besuchen.
3.  Eine Schwester kam rein um mir Blut abzunehmen.
4.  Ein Arzt kam ins Zimmer um nach der Narbe zu schauen

Noch nie in meinem ganzen Leben war ich so erschöpft wie an diesen Tagen. Die längste Zeitspanne die ich schlief betrug eine Stunde am Stück.
Auf die Frage wann ich denn nach Hause wolle kam, noch bevor der Satz zu Ende gesprochen war, die Antwort:

„SO SCHNELL WIE MÖGLICH!“

Sich in einem Krankenhaus erholen zu wollen ist einfach ein Witz, ich wüsste nicht wie das möglich sein sollte.
Nach der U3 und dem Einverständnis der Ärzte verließen wir das Krankenhaus am Dienstag Mittag. Voller Eifer meinte ich wir könnten gleich noch kurz Einkaufen fahren damit das erledigt wäre.
Es ging mir auch einigermaßen gut.
Zwar war ich geschwächt, aber die Freude über die Heimkehr übertönte Alles.
Abends legten wir die Kleine das erste Mal in ihr eigenes Bettchen und sie schlief augenblicklich ein.
Ich kletterte daneben in unser Bett und versuchte eine Position zu finden in der ich endlich auch Schlafen konnte.
Sobald ich Diese gefunden hatte brach ich komplett zusammen.
Ich war müde, ich hatte Schmerzen und meine Hormone fuhren Achterbahn, in diesem Moment war einfach Alles zu Viel.
Mein Mann nahm mich in den Arm und ich kam irgendwann wieder zur Ruhe.
Ich schlief so gut wie seit einer Woche nicht mehr.
Auch wenn es nur 3 Stunden waren, es war der Himmel auf Erden.
Der Babyblues hielt mich noch eine ganze Weile auf Trab, immer mal wieder brach ich in Tränen aus.
Doch es wurde besser und irgendwann waren die Einzigen die mir das Leben noch Schwer machten meine Milchspender.
Womit wir auch schon zum nächsten Punkt kommen…

Das Stillen

Um es gleich vorneweg zu nehmen, diese Geschichte hat kein Happy End…

Dabei lief am Anfang noch Alles recht unproblematisch.
Am zweiten Tag hatte ich Milcheinschuss und das Äffchen wurde pappe satt.
Es bereitete ihr mit ihren gerade mal 2.5kg Geburtsgewicht allerdings eine Menge Anstrengung und sie schlief beim Stillen mehr ein als das sie trank.
Als wir das Krankenhaus verließen hatte ich aber eine Variante gefunden mit der es wunderbar klappte, auch wenn eine Runde sich immer noch gut 1 Stunde oder auch länger hinzog.

Irgendwann am 10.Tag hatte ich den ersten Milchstau, drei Tage später den Zweiten in der gleichen Brust.
Natürlich mit hohem Fieber und Schüttelfrost, welcher das Gebäude eigentlich hätte mit vibrieren lassen müssen.
Danach gab diese Seite kaum noch Milch und ich versuchte das Äffchen größten Teils mit einer Brust durchzubekommen.
Es ging 5 Tage gut an denen ich sie auch immer wieder an die „Schlechte“ legte, aber es kam einfach nicht mehr in Fahrt und der Größenunterschied wurde wirklich belastend.
Ein paar Tage später auch Milchstau in der Anderen, kurz darauf noch Einer und danach der Letzte.
Ich mache es ab hier kurz…

Ich habe aufgegeben!

Nächtelang habe ich heulend mit Fieber und Schüttelfrost im Bett gelegen, hatte Schmerzen die selbst den Kaiserschnitt in den Schatten stellten und war mit den Nerven am Ende.
Als nach dem letzten Milchstau beide Brüste so gut wie keine Milch mehr gaben und wir Babynahrung auf Verträglichkeit getestet hatten, stillte ich erleichtert ab.

Ich habe Nichts Gutes zu berichten und doch bleibt ein Wehmutstropfen.
Vielleicht hätte ich die Sache einfach ruhiger angehen, das Wochenbett wörtlich nehmen und mich mit meinem Baby in die Kissen kuscheln sollen.
Die Frage bleibt ob ich es mit meinem Verhalten einfach verbockt habe, ob ich mich nicht hätte anders verhalten sollen.

Doch es ist Gut gegangen.
Das Äffchen wächst und gedeiht und hatte bis auf einen Schnupfen auch noch keine gesundheitlichen Probleme.
Ich wage zu behaupten das Dies das Wichtigste ist.

Die Entwicklung

An diesem Punkt werde ich ins Schwärmen und/oder auch ins Angeben abdriften.
Findet euch damit ab! 😉

Von Anfang an war unser kleines Äffchen extrem neugierig was ihre Umwelt anging.
Schon im OP hat sie vor lauter Staunen die Augen nicht mehr zubekommen, allerdings hat sie den ersten Monat auch gute 80% des Tages mit Schlafen verbracht.
Den Rest wollte sie wohl so gut es ging ausnutzen.

Ich erinnere mich an einen Abend in der ersten Woche an dem sie plötzlich putzmunter war während sie mit ihrem Papa zusammen im Sitzsack eingekuschelt war.
In dieser Stunde hat sie nichts weiter getan als einfach nur sein Gesicht zu begutachten, sie war total fasziniert.

Ich kann die einzelnen Schritte gar nicht mehr genau nachvollziehen.
Babys verändern sich so unglaublich schnell und vor Allem ruckartig.
Mit knappen 4 Monaten hatte sie sich plötzlich auf den Bauch gedreht, während vorher nicht einmal andeutungsweise etwas in der Richtung zu erkennen gewesen wäre.
Ab da war auf dem Rücken liegen out.
Das Problem dabei ist nur das Zurückdrehen, aus irgendeinem Grund lernen die Kleinen das erst wesentlich später.
Sie drehte sich also ständig auf den Bauch und sobald sie nicht mehr konnte wurde lautstark gemeckert.
Dann drehte man sie zurück, nur um sie im nächsten Moment wieder auf dem Bauch vorzufinden.
Es war eine anstrengende Zeit, denn wirklich lange hielt sie nicht durch.
Mittlerweile hat sie aber verstanden das man den Kopf auch einfach mal zum Ausruhen ablegen kann. 🙂
Mit knapp 6 Monaten hat sie auch begriffen das Zurückrollen kein großes Zauberkunststück ist.

Seit sie fünfeinhalb Monate alt ist versuchte Sie mit großen Enthusiasmus zu robben.
Die Betonung liegt auf Versuchen, der Arsch ging nämlich mit Schwung in die Höhe und die Arme lustigerweise auch.
Sieht zwar sehr amüsant aus, ist zum Vorwärtskommen jedoch eher ungeeignet.
Mittlerweile bleiben die Arme unten, doch mit dem Schieben bewegt sie sich nun nach Hinten.
Was allerdings seit knapp zwei Wochen super funktioniert ist das sich im Kreis Schieben.
Mit den Händen wird sich mit viel Schwung in die Richtung gedreht in der was Interessantes passiert, kommt man da nicht so schnell hin wird sich eben gekugelt.
Den Trick hatte sie, nachdem sie die Rückendrehung gelernt hatte, sehr schnell raus. 😀

Seit dem 4. Monat versucht sie sich auch schon fleißig hoch zu stemmen und immer in einer zumindest halbwegs sitzenden Position zu sein.
Liegend sieht man nämlich Nichts und das ist Langweilig.
Mittlerweile hat sie die Sache mit dem Gleichgewicht recht gut im Griff, aber alleine Sitzen sorgt immer noch für einige lustige Plumpser und allzu Lang lässt Mama das auch noch nicht durchgehen.
Sobald sie gelernt hat sich alleine hinzusetzen kann sie das von mir aus so Lange machen wie sie möchte.

Bei ihrer ganzen physischen Entwicklung war die Physiotherapeutin auch eine große Hilfe.
Zu ihr sind wir gegangen da das kleine Äffchen nach drei Wochen eine ausgeprägte Schieflage nach links hatte, ihr Kopf ließ sich auch überhaupt nicht mehr nach rechts drehen.
Ihr fiel auch auf was einem als Anfängermama schnell mal entgeht, man hat halt nicht wirklich Vergleiche.
Das Äffchen hat für ihr Alter schon eine extrem gut ausgeprägte Feinmotorik.
Schon mit etwas 3Monaten hat sie angefangen kleinere Gegenstände, wie zum Beispiel ihren Schnuller, in den Händen zu drehen und von einer Hand in die Andere zu geben.
Da landete auch noch des Öfteren Etwas einfach im Gesicht und geschielt wurde auch bis zum Erbrechen.
Mit nun 7 Monaten ist sie sehr geschickt und benutzt beide Hände manchmal gleichzeitig für unterschiedliche Dinge. Man weiß ja im ersten Moment noch nicht was interessanter sein könnte. 😀
Mich freut das vor Allem aus einem Grund:
Sobald sie etwas älter ist und Interesse zeigt setze ich mich mit ihr ans Klavier. 🙂

Ihr Größte Vorliebe ist mit Abstand die Musik.
Sobald Mama eines ihrer Lieder trällert oder anderswo Klänge her kommen grinst sie und ist total gebannt.
Vor Allem beim Kinderarzt hat sich die beruhigende Wirkung beim Singen schon sehr bezahlt gemacht, eine paar Zeilen und sie wird sofort wieder friedlich.
Gegen Mamas Stimme stinkt sogar der Schnuller ab. 😀

Vom Essen und Schlafen

Das Thema kann ich relativ kurz machen, wirklich Spannendes gibt es da nicht zu erzählen.
Schon zu Beginn hatte sie vor Allem über Nacht sehr lange Schlafphasen, teilweise ist sie nur zweimal die Nacht aufgewacht und nach dem Essen auch gleich wieder eingeschlafen.
Mit 2 Monaten schlief sie das erste Mal von 22Uhr bis 5Uhr komplett durch.
Seitdem verschob sich das Aufwachen immer weiter bis auf 7Uhr Morgens und das Einschlafen rückte vor bis nunmehr auf 18-19Uhr Abends.
Zwischendurch hatte sie mal etwas unruhigere Nächte, im Dezember wachte sie sogar 2 Wochen lang schreiend und weinend mehrere Male auf.
Wahrscheinlich Verlustängste, wirklich begründen kann ich das Ganze nicht. Ich habe gelesen das Babys ab einem gewissen Punkt verstehen das Mama und Papa weggehen können.
Das ist allerdings auch schon wieder vergessen.
Seit sie aus ihrem Beistellbettchen raus gewachsen ist schläft sie bei uns im großen Bett.
Bevor jetzt eine Predigt kommt frei nach dem Motto: „So lernt sie ja nie alleine Schlafen und sie bleibt bis sie 30 ist bei euch im Bett!“
Das ist blanker Unsinn!

1. Sie schläft bereits allein, wir gehen nämlich ganz sicher nicht mit ihr um 18Uhr ins Bett.     Ich lege sie nach dem Abendessen hin und sie schläft friedlich ein. Bis wir nachkommen     auch ohne Probleme weiter.
2. Ich glaube spätestens wenn der erste Freund dran ist wird sie den sicher nicht mit zu            den Eltern ins Bett bringen. 😛

Das gemeinsame Schlafen ist uns wahrscheinlich wichtiger als ihr. Das größere Bettchen passt nicht bei uns ins Schlafzimmer und wir bringen es nicht übers Herz sie in ein anderes Zimmer zu legen.

Essen ist auch unspektakulär.
Mit Abschluss der 16. Lebenswoche habe ich die Beikost eingeführt und sie ist eine fleißige Esserin.
Und nein, ich koche nicht selbst.
Anfangs habe ich es noch probiert und fand es ätzend.
Sie bekommt also einfach Brei aus dem Glas und angerührten Getreidebrei, bis jetzt ist sie noch nicht dran gestorben. 😉

Die Körperproblematik

Überall liest man wie sich der Körper in der Schwangerschaft verändert, doch ich war nicht im geringsten vorbereitet auf das was danach kommt.

Nach einer Schwangerschaft ist dein Körper ein einziges Schlachtfeld!

Ausdauer ist so gut wie nicht mehr vorhanden, meine Haare fallen aus wie das Fell bei unseren Katzen im Sommer, meine Haut ist entweder trocken oder verfettet.
Ich bin steif wie ein Brett, mein Nacken besteht wahrscheinlich nur noch aus Backstein und Sex, nunja, den muss man wieder neu lernen.

Nichts ist mehr wie es vorher war, um ehrlich zu sein bin ich mir nicht mehr sicher ob es je wieder so wird.
Selbst nach 7 Monaten lecke ich mir immer noch die Wunden, im metaphorischen Sinne natürlich.

Doch es wird besser werden, ich glaube fest daran.

Im anderen Fall werde ich mit der Zeit einfach vergessen wie es vorher war. 😀

Der Alltag

Wie einige vielleicht mitbekommen haben komme ich ursprünglich aus Sachen, meine Familie, also 4 Geschwister, Eltern und Großeltern, wohnt auch noch dort.
Da es mich ans andere Ende der Deutschlandkarte nach Rheinland-Pfalz verschlagen hat, muss ich durch diese ganze Elternsache also ohne Back-Up durch.
Mein Mann geht 5 Tage die Woche von 6Uhr bis mindestens 15Uhr arbeiten, in den meisten Fällen kommt er aber eher zwischen 16Uhr und 17Uhr nach Hause.
Die meiste Zeit bin ich also mit dem Äffchen alleine, was natürlich oft nervlich sehr belastend ist.
Gerade wenn sie eine anstrengende Phase hat wünsche ich mir Nichts mehr als einfach mal eine Runde Laufen zu gehen oder in Ruhe einkaufen zu können, einfach mal etwas ohne Baby zu tun.
Es ist schwierig und die übliche Diskussion „Ich bin schließlich arbeiten!“ bleibt auch bei uns des Öfteren nicht aus.
Ich komme aus der Gastronomie, also einer sehr stressigen Branche, und an manchen Tagen wünsche ich mir meine 9h-Schichten zurück.
Zwar bin ich da immer am Rennen gewesen wie eine Irre, habe versucht die Arbeit von 3 Leuten zu erledigen und war im Dauerstress, doch danach war wenigstens Feierabend.
Zu sagen Eines von Beiden ist besser oder schlechter wäre totaler Blödsinn.
Jede Medaille hat zwei Seiten, doch die Kindererziehung,selbst von nur einem Kind, steht einem Vollzeitjob in Nichts nach.
Ich habe Respekt vor jeder Mutter die das auch noch mit 2 oder mehr Kindern prima hinbekommt.

Fazit

Im Endeffekt weiß ich das ich es sehr gut habe.
Das kleine Äffchen schläft fantastisch und ist auch sonst ein sehr umgängliches kleines Wesen.
Sie begeistert mich jeden Tag aufs Neue und wenn ich noch vor dem Aufstehen in ihr strahlendes Gesicht sehe weiß ich das Alles genau so richtig ist.
Doch es gibt diese Tage an denen auch Alles zu Viel ist, an denen man Kind, Katzen und Mann am liebsten aus dem Fenster werfen möchte und sich nach seinem alten Leben zurück sehnt.
Umgekehrt geht es ihnen wahrscheinlich genauso. 😉
Es gibt Tage an denen flutscht es nur so und es gibt Tage an denen ich mich dabei erwische wie ich mich nur von Kaffee und Breiresten des Äffchens ernähre, während ich versuche mit quengelnden Baby auf dem Arm irgendwas im Haushalt zu erledigen.
Auch wenn ich immer 2 Kinder wollte wird es wahrscheinlich bei diesem Einen bleiben.
Es sehe anders aus hätte ich meine Familie in der Nähe, besonders meine Schwester vermisse ich zu dieser Zeit besonders.
So wüsste ich schon nicht was ich in einer Notfallsituation tun sollte, es ist keiner da der so schnell verfügbar wäre, was würde das also dann noch mit 2 Kindern werden?
Doch es ist noch Nichts in Stein gemeißelt und ich bereue den Weg bis hier her in keinster Weise.
Das Abenteuer geht weiter und ich freue mich auf jede Sekunde davon! 🙂

Bleibt einfach,
Lili

Aus dem Leben – Esse doch mal was Vernünftiges

Wenn man zum Essen einlädt bzw. eingeladen wird, gibt es, insofern die Gästeanzahl überschaubar und entsprechend die Nahrungsmittel kalkuliert werden müssen, eine sehr simple und gut gemeinte Frage:

„Gibt es denn etwas was du/ihr nicht esst?“

Als Antwort auf diese Frage wird generell mit großer Toleranz Alles akzeptiert was einem so in den Sinn kommen könnte.

Manche mögen keine Tomaten, andere Blumenkohl, ich kenne sogar Menschen die keine Nudeln mögen. Verrückte Sachen gibt es.

Nichts davon wird mit großem Erstaunen behandelt, das Meiste nicht mal eines Kommentares gewürdigt. Nun, bei meiner Antwort sieht es da etwas anders aus.

„Nur kein Fleisch, ansonsten esse ich Alles.“

Man muss sagen, jeder hat schon mal von diesen missionierten Vegetariern oder Veganern gehört. Jene Menschen die einen andauernd mit ihren Essgewohnheiten behelligen und alle verteufeln die nicht ihrer Meinung sind.

Solche Menschen kenne ich nicht.

Aber ich stelle euch gerne die andere Seite der Medaille vor:

Die missionierten Fleischfresser.

Ich will keine Streitgespräche über meine Ernährung führen, würde man mir oben erwähnte Fragen nicht stellen würde ich es nicht mal erwähnen. Weil, und jetzt haltet euch fest,

ES MIR SCHEIß EGAL IST WER WAS ISST!!!

Ich sage auch bewusst das ich kein Vegetarier bin, ich ernähre mich nur vegetarisch. Einfach weil ich es kann und weil ich es will.

In meiner Schwangerschaft erreichten die „gut gemeinten“ Ratschläge ihren Höhepunkt. Hat man mich bis dato doch nur ewig darauf hingewiesen warum man nicht auf Fleisch verzichten möchte bzw. nicht kann (und ich wiederhole gerne nie danach gefragt zu haben), so wurden die Kommentare mit der positiv getesteten Besetzung meines Uterus etwas spitzfindiger.

„Jetzt musst du aber mal vernünftig essen, schließlich geht es ja jetzt nicht mehr nur um dich!“

Was genau soll mir dieser Satz sagen?

Das ich meinen Körper bis jetzt mit Absicht mies behandelt habe weil es mir egal ist? Leben denn Menschen wirklich in der Annahme ich ernähre mich aus purer Sturheit auf diese Weise und nicht etwa weil ich mich damit wohler und fitter fühle?

„Was machst du denn gegen deinen Eisen- und B12-Mangel?“

Welcher verdammte Mangel? Ich bekomme die gleichen Präparate in der Schwangerschaft wie jede andere Frau auch. Kein einziger Bluttest hat je einen Mangel angezeigt und stellt euch vor, bis jetzt habe ich auch überlebt.

„Du wirst schon sehen was du davon hast!“

Ja, ich sehe was ich davon habe:

Nämlich ein kerngesundes und zufriedenes Kind!

Ich schäme mich furchtbar.

Nur weil irgendwo Wurst drin ist kann mein sein Essen noch lange nicht als ausgewogen deklarieren, geschweige denn als was „Vernünftiges“.

Und nun entschuldigt mich, ich geh mir jetzt einen Salat machen.

 

Bleibt einfach,

Lili