Häkel-Loop für Anfänger

Als ich diesen Blog neu aufgesetzt habe, hatte ich auch 1000 und mehr Ideen, welche Beiträge unbedingt online kommen sollen. Ganz oben auf meiner Liste standen dabei Guides für Anfänger. 2015 gab es auch schon einmal eine Häkelschule auf dem Blog, die ich aber wieder sausen lies, weil mir das Format nicht so wirklich getaugt…

über Einfacher Loopschal für Häkelanfänger (Anfänger-Guide) — Mein gehäkeltes Herz

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Einfacher gehäkelter Topflappen – Quadratisch

Ich finde es toll zu Feiertagen immer etwas selbst gemachtes zu schenken, sei es nun an Weihnachten, Geburtstag oder sonst irgendeinem Ereignis.
Immer gerne gesehen sind Topflappen, natürlich in der passenden Farbe der Küche. 😉
Gerade wenn man kurzfristig eingeladen ist eignet sich das Ganze gut als Last-Minute-Geschenk.

Das Material

Ich nutze ein spezielles Topflappengarn aus dem ortsansässigen Fachhandel, mit gerade mal 2,45€ pro Stück ist der Preis wirklich super.

Aus 2 Knäuel dieses Materials lassen sich gut 3 Topflappen in mittlerer Größe häkeln.
Wenn ihr es etwas größer mögt reicht es für 2 Stück.

Ansonsten braucht ihr für dieses Projekt nur noch eine Häkelnadel der Stärke 3.5 und eine Stopfnadel zum Vernähen der losen Fäden.

1. 2 Knäuel Topflappengarn (Farben nach Wunsch, wenn einfarbig reicht auch ein Knäuel)
2. 1 Häkelnadel 3.5mm
3. Eine Stopfnadel

Die Anleitung

Wie gehabt werden keine Grundtechniken erklärt, ich lege euch wie immer den YouTube-Kanal von eliZZZa ans Herz.

Bei diesem Projekt beginnen wir mit der Schlaufe, an Welcher wir den Topflappen am Ende schön dekorativ aufhängen können.

Häkelt für den Anfang einen Fadenring in der Farbe 1, in den insgesamt nun 17 feste Maschen hinein kommen.
Das sich der Fadenring nicht schließen lässt ist pure Absicht, denn genau das ist unsere hübsche kleine Schlaufe. 😉
Schließt nun die Runde im Fadenring mit einer Kettmasche und häkelt eine Luftmasche, wendet die Arbeit und weiter geht es.

Reihe 1
Häkelt in die ersten 3 Maschen jeweils eine feste Masche, in die 4. Masche auf einmal 3 feste Maschen und dann wieder in die nächsten 3 Maschen jeweils eine feste Masche.
Eine Luftmasche häkeln und die Arbeit wenden.

Reihe 2
Farbwechsel
Häkelt in Farbe 2 die ersten 4 Maschen jeweils eine feste Masche, in die 5. Masche auf einmal 3 feste Maschen und dann wieder in die nächsten 4 Maschen jeweils eine feste Masche.
Eine Luftmasche häkeln und die Arbeit wenden.

Ich habe Reihe 3 dann noch einmal in der Farbe 2 gehäkelt und dann alle zwei Reihen die Farbe gewechselt.
Die Anleitung wiederholt sich ab hier einfach nur immer weiter, in jeder Reihe kommen insgesamt also 2 Maschen dazu.
In Reihe 3 jeweils eine feste Masche in die nächsten 5 Maschen, in die 6.Masche wieder drei auf einmal und wieder 5 feste Maschen.
In der 4.Reihe dann 6 feste Maschen und so weiter.
Durch diese gleichmäßigen Zunahmen in der Mitte erhalten wir die quadratische Form.

Wiederholt das Ganze für so viele Reihen wie es euch beliebt bzw. bis ihr die gewünschte Größe für euren Topflappen erreicht habt.
Vernäht am Schluss die losen Fäden und schon habt ihr euren ersten eigenen Topflappen. 😀

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Solltet ihr Fragen oder Probleme haben scheut euch nicht mir eine Nachricht zu schicken oder eine Kommentar zu hinterlassen.
Über Bilder euer fertigen Projekte, entweder über E-Mail oder über Instagram mit dem Hashtag #echsin, würde ich mich wie immer riesig freuen.

Bleibt einfach,
Lili

Einfache Babyhandschuhe

Mit kleinen Menschen ist es in der kalten Jahreszeit etwas komplizierter.
Im Kinderwagen bzw. Buggy bewegen sie sich nicht viel und müssen dementsprechend warm eingepackt werden.
Gerade bei den ganz Kleinen sind die Fingerchen aber noch zu klein für Handschuhe und nicht alle Sachen haben kleine Überzieher an den Ärmeln.
Exakt vor diesem Problem, als großer Fan von Spaziergängen auch im Winter, stand ich mit meinem kleinen Äffchen.
Also musste eine Lösung her.

Das Material

Ich entschied mich im örtlichen Fachhandel für ein Merinogarn von LangYarns, passend für ein Mädchen in der Farbe pink.

Für die Handschuhe reicht ein Knäuel schon locker aus.

Es wird gehäkelt und gestrickt, ihr braucht also sowohl eine Häkelnadel zwischen 5,5mm bis 7mm und ein passendes Nadelspiel für das Bündchen.
In meinem Fall verwendete ich meine Häkelnadel Nr. 6 und ein Nadelspiel in der Stärke 5,5.

Als Hilfsmittel braucht ihr zum Vernähen der Fäden eine passende Stopfnadel.

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1. 1 Knäuel Merino70 von LangYarns (Farbe nach Wahl)
2. Eine Häkelnadel zwischen 5,5mm und 7mm
3. Ein Nadelspiel zwischen 5,5mm und 7mm
4. Eine Stopfnadel

Die Anleitung

Es werden wie immer keine Grundtechniken erklärt. Für Hilfe empfehle ich euch den YouTube-Kanal von eliZZZa.

Die Größe ist zu Beginn der Arbeit relativ leicht anzupassen.

Ihr häkelt am Anfang 4 Luftmaschen und eine Wendeluftmasche.
Nun häkelt ihr in die ersten drei Maschen eine feste Masche, in die Vierte häkelt ihr insgesamt 3 feste Maschen, um so eine Rundung zu bekommen.
Auf der anderen Seite angekommen häkelt ihr wieder bis zum Ende der Reihe in jede Masche eine feste Masche, an der Ecke kommen wieder 3 feste Maschen in eine Masche.
So fahrt ihr in Spiralrunden fort bis ihr, für das zu bekleidende Baby, den passenden Umfang erreicht habt.

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Seit ihr bei der entsprechenden Größe angekommen, werden die Zunahmen einfach weggelassen und ihr häkelt in Spiralrunden immer munter weiter.
Ich habe, zum in die Höhe häkeln, von festen Maschen zu halben Stäbchen gewechselt. Das bleibt allerdings jedem selbst überlassen.
Wenn ihr wollt fahrt einfach mit festen Maschen fort oder arbeitet ein Muster ein, hier ist wieder eure Fantasie gefragt.

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Am Ende sollte euer Handschuh ungefähr 8cm in der Länge messen.

Ab diesem Punkt wechselt ihr von der Häkel- zu den Stricknadeln.
Führt die erste Nadel des Nadelspiels durch die Masche und nehmt nun nach und nach in der Runde alle Maschen auf 3 oder 4 Nadeln verteilt auf.

Je nachdem welche Anzahl an Maschen ihr habt, strickt ihr nun das Bündchen mit 1/1 oder mit 2/2, immer abwechselnd mit rechten und linken Maschen.
Bei einer Zahl die durch 4 teilbar ist geht ein 2/2 Bündchen, für alle Anderen ein 1/1.
Eine gerade Anzahl an Maschen ist allerdings notwendig, in der letzten Häkelrunde könnt ihr die Maschenanzahl ja gegebenenfalls noch euren Wünschen mit Zu- oder Abnahmen anpassen.

Mit insgesamt 24 Maschen habe ich nun 4 Runden im 2/2 Bündchen gearbeitet, danach alle Maschen abgekettet und die losen Fäden vernäht.

Nun sind gerade kleine Kinder, manche auch durchaus bis ins Erwachsenenleben hinein, sehr Verlustfreudig.
Ich kenne aus Kindertagen, aus eben diesem Grund, noch die gute alte Kordel, welche durch die Jacke gezogen wurde und die Handschuhe miteinander verband.
So kann nicht einfach eines der guten Stücke davon segeln ohne das man es bemerkt.
Eine einfach Luftmaschenkette löst dieses Problem im Nu und man kann unbesorgt sein. 🙂
Achtet aber darauf die Kette auch lang genug zu häkeln, sonst spannt es den Kleinen am Ende und sie können sich noch weniger bewegen als in ihren Michellin-Outfits eh schon. 😀

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Nun ist die Sorge um kalte Kinderhände also passé. 😉

Nächster Punkt:
Wie verhindere ich das mein Kind sich ständig mit den Ohren aus der Mütze heraus dreht?

Mehr dazu dann nächste Woche Montag!

Wie immer freue ich mich über Bilder eurer Projekte entweder per E-Mail oder über Instagram mit dem Hashtag #echsin.

Bleibt einfach,
Lili

Projektvorstellung – Der Amigurumi Creeper

Ich hatte ja im letzten Artikel ein paar „Notfallprojekte“ erwähnt, dieser kleine Kerl hier ist eines davon.

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Ein Freund wollte diesen kleinen explodierenden Mistkerl unbedingt für seine Freundin, bekannt sollte er nur den Gamern unter euch oder denen mit entsprechend geprägten Kindern sein.

So sieht der Gute original im Spiel Minecraft aus:

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Nähte und Gesicht sind auf jeden Fall noch ausbaufähig, doch ich bin zufrieden für den ersten Versuch.

Gearbeitet habe ich nach einer YouTube-Anleitung : Klick

Es hat auf alle Fälle Spaß gemacht wieder die Häkelnadel zu schwingen, nach den nächsten Projekten werde ich mir mal wieder sowas in der Richtung suchen.

 

Bleibt einfach,

Lili

 

Persönlichkeitsentwicklung : Aufschieberitis

Ich habe überlegt diesen Artikel mit in die Rubrik „Aus dem Leben“ zu schreiben, allerdings schien mir das nicht passend. Dabei geht es immer um eine etwas ironische Sicht auf die alltäglichen Situationen des Lebens, doch hier geht es nun genau darum wie im Endeffekt nun auch die neue Serie heißt: Persönlichkeitsentwicklung!

„Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.“ – Laotse

Um gleich mit dem Hammer auf den wunden Punkt zu hauen fangen wir mit einem Thema an das mit an Sicherheit angrenzende Wahrscheinlichkeit jeder von uns kennt – das Aufschieben!

Laut Definition bedeutet es soviel wie „auf später verlegen“. Das Verschieben wird auffällig anders definiert, nämlich „auf einen späteren Zeitpunkt festlegen“.

Das heißt also, verschieben wir etwas, zum Beispiel einen Termin, legen wir sofort einen neuen Termin dafür fest. Dem zu Grunde liegt meist ein „Notfall“ der dazwischen kommt, zum Beispiel weil das Auto nicht anspringt.

Schieben wir jedoch etwas auf, so ist der Zeitpunkt der Ausführung immer noch genauso ungewiss wie vorher, denn eigentlich haben wir gar nicht vor es wirklich zu tun. Zumindest nicht solange es nicht entgegen allen guten Willens sein muss.

Ich bin ein Paradebeispiel für die offiziell anerkannte Krankheit Aufschieberitis. Meistens bricht sie aus bei nötiger Steuererklärung, Kontrollterminen beim Zahnarzt oder dem Abschließen von Strickarbeiten insofern nähen erforderlich ist. Die Symptome sind Realitätsverzerrung und unkontrollierte Ausrufe wie „das kann ich auch später noch machen“ oder „so wichtig ist das ja nicht“, ein schlechtes Gewissen gibt es Abends noch dazu.

Und das ist nun das Fatale an der eigentlichen Geschichte, denn wirklich besser geht es uns danach nicht. Das schlechte Gefühl etwas wieder nicht gemacht zu haben zieht sich länger als die eigentliche Zeit die wir bräuchten um den Mist einfach mal in Angriff zu nehmen.

Zusätzlich sammeln sich solche Tätigkeiten ja auch gerne an. Um beim Stricken zu bleiben, weil sich viele der Leser damit sicher gut identifizieren können, nehmen wir mal unsere allseits geliebten Ufo’s (Unfinished Objekts oder auch Unfertige Objekte).

Eigentlich wollen wir die gearbeiteten Sachen ja auch mal tragen, benutzen oder verschenken, und doch ist es so verlockend einfach was Neues anzufangen. Also wird es zur Seite bzw. in eine Kiste gelegt, und immer wenn wir etwas Neues dazu tun, das genauso nicht fertig ist, schreien uns die Ufo’s höhnisch ins Gesicht.

Wir fühlen uns schlecht dabei, tun den Deckel drauf und fangen was Neues an. Haben wir ja bis jetzt immer so gemacht und bis die Kiste das nächste mal aufgeht dauert es ja bestimmt noch ne Weile.

Beliebt sind auch Sätze wie: „Das Projekt muss ich jetzt unbedingt noch machen, aber danach beende ich erstmal Alles andere.“ Oder um auch mal wieder den Alltag aufzugreifen: „Es ist ja erst September, für den Zahnarzt hab ich ja noch ein paar Monate Zeit. So dringend ist es ja nun wirklich nicht.“

Was soll ich sagen, Letzteres stimmt. Dringend ist es nicht, NOCH nicht! Aber spätestens im Dezember wird es knapp, ist doch aber auch viel besser sich darüber aufzuregen das man nie rechtzeitig Termine bekommt. 😉

Fazit: Wir tun Dinge nicht die wir tun sollten und fühlen uns am Ende total beschissen, was uns allerdings nicht davon abhält das gleiche Muster immer und immer zu wiederholen.

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ – Einstein

Demnach gibt es doch ein einfaches Rezept gegen die Aufschieberitis : Durchbrechen wir den Teufelskreis!

Da sich das Eichhörnchen mühsam ernährt fangen wir klein an, in meinem Falle bei meinen Ufos.

Momentan habe ich 4 unfertige Objekte:

  1. Einen Pullover für eine Freundin von We are Knitters, da fehlen nur noch zwei Nähte und eine Kordel zum Abschluss.
  2. Ein Top, ebenfalls von We are Knitters, bei dem ich die Seitennähte nochmal auftrennen muss um sie ordentlich zu vernähen.
  3. Eine Babydecke für ein befreundetes Pärchen, da habe ich gerade mal 6 Reihen bis jetzt.
  4. Eine Jägerweste für mich, inspiriert von der Filmreihe „Tribute von Panem“.

Genau in der Reihenfolge wie die Projekte aufgeführt sind werden die Stücke nun auch fertig gestellt. Als Beweis werde ich zu jedem Teil eine Projektvorstellung machen sobald es beendet ist. Es wird bis nicht zwischendurch dann doch an einer anderen Nummer gearbeitet, geschweige denn noch ein neues Projekt begonnen.

Sobald das geschafft ist werde ich auch immer nur ein Projekt auf einmal arbeiten. Es gibt nur eine Ausnahme, und zwar wenn kompliziertere Stücke auf den Nadeln hängen. Für Wartezimmer oder Ausflüge nehme ich mir immer gerne etwas mit was man total hirntot stricken oder häkeln kann, damit man unterwegs keine großen Anleitungen mitnehmen oder Reihen und Maschen zählen muss.

Mal schauen wie es danach mit meiner Aufschieberitis aussieht. 😉

Was habt ihr schon ewig auf eurer To-Do-Liste des Grauens? Ich lade euch herzlich ein mit mir den inneren Schweinehund zu bekämpfen!

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

Bleibt einfach,

Lili

 

 

 

 

Das Set für den Frühling

Nachdem ich den Schal wegen eines dummen Fehlers doppelt stricken musste habe ich Ihn endlich fertig stellen können.

In Runden erhält man nur mit rechten Maschen eben glatt rechts und nicht kraus rechts. Somit rollte sich Alles ein und sah nicht so aus wie gewünscht. Also mit der restlichen Wolle noch einmal rechte und linke Maschen im Wechsel und tadaaaaaaaa:

Alles ist endlich fertig und bereit zum Ausführen. Zusammen mit Katerchen Felix gab es dann noch ein kleines Shooting.

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Das Wetter war wirklich toll heute, unsere beiden Fellnasen waren gar nicht mehr drinnen zu halten. Wir übrigens auch nicht. 😀

Wie habt ihr die ersten Frühlingstage dieses Jahr so genossen?

Die Winterkollektion

Nun, am Häkeln bin ich ja nun schon etwas länger dran als am stricken, vor Allem da ich mir Stricken lange Zeit nicht zugetraut hatte.

Dementsprechend hatte ich mir viele Accessoires gezaubert und meine Wintersachen wollte ich euch nicht vorenthalten.

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Beanie, Stulpen und Tasche entstanden noch ziemlich am Anfang meiner Häkelkarriere, somit sind da keine komplizierten Muster zu finden.

Für Mütze und Stulpen habe ich Merino Wolle genommen, ich weiß leider gar nicht mehr welche Stärke. Ich glaube gehäkelt habe ich mit Nadelstärke 6, hab aber für den Farbverlauf zwei Knäuel zusammen genommen. 🙂

Die Tasche ist mit 2 Knäuel Hooked Textilgarn entstanden. Sie hat nur ein Fach und wird mit zwei Knöpfen geschlossen. Das Band ist mir damals leider etwas zu lang geworden, aber ich habe Sie trotzdem gerne benutzt.

Mittlerweile ist die Tasche leider kaum noch in Gebrauch, da doch recht wenig Stauraum vorhanden ist. 😉

Was habt ihr so für Selbstgemachtes zu Hause was ihr immer wieder benutzt?